abschlussfahrtgruppenbildWir, die R10b, machten uns mit unseren Lehrerinnen Frau Horn und Frau Grössl am 7. Mai auf den Weg nach Südfrankreich. Wir verbrachten fünf Tage auf einem Campingplatz direkt am Mittelmeer. Dort waren wir in Mobil-Homes untergebracht, die Platz für bis zu sechs Schüler boten.

Nach einer ca. 11-stündigen, nahezu schlaflosen Fahrt kamen wir am Montagmorgen in Palavas-les-Flots in der Nähe von Montpellier an. Da wir erst um 12:30 Uhr unsere Mobil-Homes beziehen konnten, füllten wir die übrige Zeit mit dem ersten Strandbesuch. Während die einen nur ihre Füße in das salzige Wasser hielten und feststellen mussten, dass es noch zu kalt zum Baden ist, trotzten die anderen der Kälte und sprangen ins kühle Nass.

Nachdem sich alle in ihren Mobil-Homes eingerichtet hatten, gingen wir gemeinsam im campingplatzeigenen Restaurant essen. Für den Rest des Tages entschieden wir, am Campingplatz zu bleiben, um erst mal anzukommen und die Sonne zu genießen. Der Tag endete mit einem gemeinsamen Abendessen.

Am nächsten Tag machten wir uns schon früh auf, um bald im zwei Stunden entfernten Marseille anzukommen. Dort angelangt bekamen wir eine Führung im hiesigen Stadion, dem Vélodrome, wo der Fußballverein „Olympique Marseille“ spielt und auch große Veranstaltungen stattfinden, wie zum Beispiel das Konzert im Mai 2016 von AC/DC.

Danach besichtigten wir die Wallfahrtskirche „Notre Dame de la Garde“, die jährlich von ca. zwei Millionen Menschen besucht wird. Abschließend besuchten wir noch die Gefängnisinsel „Château d´If“. Die Insel war perfekt gelegen, denn sie ließ einen Ausbruch der Gefangenen, durch seine Lage auf dem Wasser, unmöglich erscheinen. Mit dem Schiff ging es zurück ans Festland, wo nach einem kurzem Fußmarsch schon unser Busfahrer auf uns wartete. Zurück am Campingplatz wurde noch gemeinsam gegessen, so wie jeden Abend, danach konnten wir uns in die Mobil-Homes zurückziehen.

An Tag drei machten wir uns bei eher bewölktem Wetter mit öffentlichen Verkehrsmitteln (!) auf Richtung Aigues Mortes, eine Stadt mit vollständig erhaltener Stadtmauer, die während der Zeit der Hugenottenkriege mit ihren Türmen als Gefängnis diente. Aigues Mortes, "Tote Wasser", liegt zirka sechs Kilometer von der Mittelmeerküste entfernt an einem Kanal und war deshalb vor ungefähr 4000 Jahren einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte des Mittelmeers. Auf der Fahrt dorthin konnten wir die sogenannten Salinen sehen, wo, typisch für die Region, Salz abgebaut wird. Nachdem wir die Stadtmauer umrundet und uns die Altstadt von innen angesehen hatten, machten wir uns auf zu einer weiteren Schifffahrt, wo wir die typischen weißen Pferde, Flamingos und Stiere der Camargue sehen konnten.

Am Donnerstag war das Wetter immer noch nicht besser geworden und - laut Wetterbericht - am Nachmittag noch Gewitter vorhergesagt. Deshalb entschieden wir uns schweren Herzens, die geplante Kanutour abzusagen und uns direkt auf den Weg in eine Tropfsteinhöhle, die „Grotte de Clamouse“, zu machen. Dort erfuhren wir, was es mit Stalagmiten, Stalagnaten und Stalaktiten auf sich hat und was man ansonsten noch über eine Höhle dieser Art wissen sollte. Danach beschlossen wir kurzerhand, als Alternativprogramm noch eine nahegelegene Stadt, Sète, zu besuchen. Weil sie praktisch von allen Seiten mit Wasser umgeben ist, wird Sète auch als „Klein-Venedig des Languedoc“ bezeichnet. Nach dem Abendessen ließen wir den letzten Abend in entspannter Runde - bei Sonne (!) - am Strand ausklingen.

Nachdem am Morgen des Abreisetages alle ihre Sachen gepackt und wir gefrühstückt hatten, ging es wieder zurück Richtung Heimat. Um zirka 20:00 Uhr kamen wir wieder in Kappelrodeck an. Müde, aber überwiegend erfreut über die schöne gemeinsame Zeit, die noch lange in Erinnerung bleiben wird.