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„Wir nehmen unsere Schüler an die Hand“ ist schon immer eines der grundlegenden Prinzipien der Schlossbergschule Kappelrodeck und so wurden auch im vergangenen Schuljahr Schüler*innen und Schüler, die Hilfe brauchten, nicht allein gelassen. Trotz widriger Umstände wie Coronaverordung, Abstandsreglungen und Kohorten gelang es das bewährte Projekt „Schüler helfen Schülern“ erfolgreich durchzuführen. So unterstützten 22 Mentorinnen und Mentoren in insgesamt 344 Stunden ihre jüngeren Mitschüler*innen bei Problemen mit dem Lernen und gaben insgesamt Nachhilfe in den Fächern Mathematik, Deutsch und Englisch.

Bemerkenswert ist dabei, dass die Mentoren nach der regulären Unterrichtszeit in ihrer Freizeit gegen ein kleines Taschengeld ihre Schützlinge bei Hausaufgaben halfen oder aber Lernlücken aufarbeiteten. Rückmeldungen wie „Unserem Sohn hat die Nachhilfe sehr gut gefallen. Und er würde sich sehr darüber freuen, wenn er das nächste Mal wieder dabei wäre. Vor allem haben wir gemerkt , dass er sich in Deutsch verbessert hat. Kinder erklären es halt doch einfacher als wir Erwachsene“ waren dabei keine Seltenheit.

Die Schlossbergschule Kappelrodeck nahm im Rahmen der landesweiten Initiative „Talent – bring dich ein“ als eine von zwei Schulen im gesamten Ortenaukreis an dem Förderprogramm des Landes Baden-Württemberg statt und ließ Schüler*innen der Klassenstufe 8 und 9 zum Schülermentor ausbilden. Eberhard Krämer, Referent der aim-Akademie Heilbronn, schulte die Klassen zwei Tage lang. Dabei lernten sie, wie sie mit den verschiedenen Lerntypen umzugehen haben und sie zum Lernen motivieren können. Das Ziel dabei ist, jüngeren Schülern in den Kernfächern bei den Hausaufgaben zu helfen oder ihnen Nachhilfe zu geben. Dabei lernten die Schülermentoren, wie sie eine Unterrichtsstunde gestalten, erhielten didaktische und methodische Hinweise zum besseren Lernen, besprachen Verhaltensregeln in einer Gruppe sowie die Umsetzung einer reibungslosen Lerneinheit.

Außerdem führten die Mentorinnen und Mentoren selbst einen Lern- und Konzentrationstest durch, wobei sie feststellten, dass man sich nicht durchgängig konzentrieren kann und zwischendurch auch eine kleinere Pause machen muss. Zudem lernten sie, wie man einfacher, schneller und besser lernt, dass man das Gelernte für längere Zeit abrufen kann. All diese wertvollen Erkenntnisse können nun für die Tätigkeit als Mentoren im kommenden Schuljahr umgesetzt und somit zahlreichen Schülern weiterhin geholfen werden.

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