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Termin Gläserne Schule 2020

Momentan erreichen uns einige Anfragen zur gläsernen Schule im nächsten Jahr. Diese Veranstaltung wird am 14.02.2020 um 17:00 Uhr stattfinden. Weitere Informationen finden Sie zu gegebener Zeit an dieser Stelle und in den lokalen Medien.

   

Der Förderverein der Schlossbergschule Kappelrodeck finanzierte den Klassen W9, W10, R10a und R10b der Schule eine Exkursion in das ehemalige Konzentrationslager Natzweiler-Struthof.
In dem im Jahr 1941 von Häftlingen errichteten Lager waren bis Ende 1944 insgesamt 17 000 Menschen inhaftiert. 35 000 weitere waren dem KZ Struthof  zugeordnet, aber in zahlreichen Außenlagern vor allem auf dem Gebiet des heutigen Baden-Württemberg untergebracht. Natzweiler-Struthof war ein sogenanntes „Arbeitslager“, in dem die Häftlinge den begehrten roten Granit abbauten. Durch die harte Arbeit und gleichzeitig schlechte Versorgung sollten sie ihren Aufenthalt dort nicht überleben.

Zunächst begutachteten die Schüler die Sicherheitsanlagen. Das Lager war auf einem steil abfallenden Berghang rechteckig angelegt und rundherum mit einer drei Meter hohen Doppelreihe Stacheldraht umspannt, der auf der Innenseite zusätzlich unter elektrischen Strom gesetzt war. Außerdem machten sechs ständig besetzte Wachtürme eine Flucht unmöglich. In einem kleinen Museum konnten die Schüler Berichte ehemaliger Häftlinge über die Verhältnisse im Lager lesen, Dokumente der NS-Bürokratie einsehen und von Zeitzeugen angefertigte Zeichnungen und historische Fotos betrachten. Darüber hinaus gab es gegenständliche Quellen wie Urnen, Werkzeuge aus dem Krematorium und sogar chirurgisches Besteck zu besichtigen. Mit diesem wurden in dem Lager medizinische Versuche an Häftlingen durchgeführt.

Das Museum vermittelte so einen realistischen Eindruck der Organisationsstrukturen im unmenschlichen NS-Staat, aber vor allem von den entsetzlichen Bedingungen im Arbeitslager Struthof.
Auf einem der Appellplätze hörten die Schüler den Bericht über die grausame Ermordung eines Widerstandskämpfers am Galgen, bei dem das gesamte Lager zusehen musste. Anschließend besichtigte man die beiden im Original erhaltenen, gemauerten Gebäude. Im sogenannten „Gefängnisblock“ waren Gefängniszellen zu sehen in denen auf engstem Raum oft mehrere Menschen eingesperrt waren oder auf einem „Prügelbock“ gefoltert wurden.

Im Gebäude nebenan lag das Krematorium, in dem die Leichen verbrannt wurden und deren Asche würdelos auf den sogenannten „Ascheplatz“ gekippt wurde. Einen nachhaltigen Eindruck hinterließ bei den jungen Besuchern auch der Raum mit dem gekachelten Seziertisch, an dem deutsche Mediziner unmenschliche Versuche mit Häftlingen durchführten. „Ich kann nicht verstehen, wie Menschen so etwas anderen Menschen antun können!“ oder „Das ist einfach unmenschlich!“ waren dann auch die fassungslosen Reaktionen einiger Schüler. Viele stellten aber auch interessiert Detailfragen zum Verständnis der Strukturen des Lagers, zu den alltäglichen Lebensbedingungen der Häftlinge aber auch der SS-Wachmannschaften und zum gesamten System der nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslager.