Die Dreckspatzen Schlossbergtheater

Bei hochsommerlichen Temperaturen fanden am Wochenende zwei Aufführungen des Schlossbergtheaters „Die Dreckspatzen“, ein Stück von Stefan Jäger, in der Gymnastikhalle der Realschule statt.
Alles beginnt damit, dass Karola (schlagfertig und selbstbewusst: Michelle Armbruster) ihr Zimmer nicht aufräumen will, dafür aber ständig TV-Serien schaut. Darüber regt sich ihre Mutter (überzeugend: Leni Meyele) fürchterlich auf. Der Streit endet damit, dass die Mutter wütend Karolas Lieblingsspielzeuge in die Mülltonne wirft. Um diese zu retten, klettert Karola in die eklig riechende Mülltonne, die sich als Durchgang nach Dreckland, einem Land unter Bergen von Müll, den die Menschen täglich produzieren, entpuppt.

In Dreckland herrschen Graf Dreck (spitze: Chris Jakob) und Herzogin Schmutz (klasse: Matilda Benz) über die Dreckspatzen (prima: Johanna Arland, Katharina Arland) und Schmutzfinken (klasse: Malia Schnurr, Amelie Gaiser, Sarah Burmester), rechtlose Wesen, die den ganzen Tag nichts anderes tun als den Müll zu sortieren. Zu allem Überfluss wird Dreckland noch von einem Monster mit dem Vornamenskürzel U. für Uschi (hervorragend: Anne Kowalsky) heimgesucht, das der zwielichtige Berater (überzeugend böse und toll gespielt: Paul Burmester) des Grafen und der Herzogin angeheuert hat, um selbst die Macht im Land zu übernehmen. Außerdem tätigt er hinter dem Rücken des Grafen und der Herzogin seine ganz eigenen Geschäfte mit Frau Müller (professionell geschäftig: Leni Meyele) von der Müllverbrennungsanlage.

Karola bringt die ausgebeuteten Dreckspatzen und Schmutzfinken dazu, gemeinsam das Monster zu fangen und für ihre Rechte mittels eines Streiks einzutreten. Fortan fordern sie weniger Arbeit bei vollem Lohnausgleich, eine Kaffee- und Mittagspause sowie Erdbeermarmelade zum Frühstück. Leider wird Karola für ihren Einsatz vor den Richter gestellt (herzerfrischend witzig: Max Benz) und muss jetzt selbst für ihre Freiheit kämpfen. Am Ende wendet sich jedoch alles zum Guten: Die Dreckspatzen und Schmutzfinken gewinnen den Kampf um ihre Rechte, Graf und Herzogin müssen fortan selbst denken und Karola räumt nach ihrer Rückkehr, zum Erstaunen ihrer Mutter, von ganz allein ihr Zimmer auf. Zum Schluss sind sich alle einig, dass es wirklich besser wäre, zukünftig weniger Müll zu produzieren. Lautstarken Beifall ernteten die jungen Akteure anschließend von den begeisterten Zuschauern. Regisseur Mario Gräber überzeugte durch ein großartiges Theaterstück und Eva Burmester sorgte für tolle Kostüme und die passende Bühnendekoration.

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