Die Theater AG der Schlossbergschule hat am vergangenen Wochenende mit ihrem neuen Stück „Wenn Götter eine Reise machen“ (geschrieben von Samira Rippegather) unter der Regie von Mario Gräber, ein echtes Highlight auf die Bühne gebracht. Die Premiere am Freitagabend war restlos ausverkauft, und auch an den beiden folgenden Tagen konnte die Gymnastikhalle, die zur Theaterbühne umfunktioniert wurde, kaum mehr Zuschauer fassen.
Mit außergewöhnlichem schauspielerischem Talent und beeindruckender Bühnenpräsenz begeisterten die jungen Darsteller das Publikum. Die Kostüme, liebevoll entworfen und zusammengestellt von Eva Burmester, unterstrichen die Geschichte der vergessenen griechischen Götter vom Olymp, die auf der Suche nach Anerkennung auf die Erde zurückkehren.
Für professionelle Licht- und Tontechnik sorgten Ilian Schneider und Bendix Fallert, während Paul Burmester Flyer und Plakate kreativ gestaltete. Unterstützt wurde das Projekt vom Förderverein der Schlossbergschule.
Der griechische Gott Zeus (David Kowalsky) lamentiert, dass alle griechischen Götter bei den Menschen in Vergessenheit geraten sind und möchte deshalb auf die Erde, um sich wieder den nötigen Respekt zu verschaffen. Seine Frau Hera (Katharina Arland) nörgelt derweil an ihm herum und bezeichnet ihn als Waschlappen; Artemis (Salome Sehlinger), die Göttin der Jagd, weigert sich, ihm den verlangten Wein zu bringen und Tochter Aphrodite (Sarah Burmester) interessiert sich nur noch um ihre äußere Schönheit und ist besorgt um ihren „Look“.
Zudem hat Götterbote Hermes (Chris Jakob) ein Bäuchlein bekommen, da er den ganzen Tag Schokolade isst. Deshalb nimmt Zeus (David Kowalsky) Aphrodite (Sarah Burmester) Hermes (Chris Jakob) und Artemis (Salome Sehlinger) kurzerhand mit zur Erde. Die drei Sirenen (Lili Seiler, Mila Huber, Katja Schindler), die eigentlich für das Wohlbefinden von Zeus zuständig sind, ziehen schonungslos über die Götter her; Zeus sei ein Weiberheld, Hermes verfressen und Aphrodite nur bedacht auf ihr Äußeres. Nur Artemis (Salome Sehlinger) habe noch einen klaren Kopf behalten.
Hades (Leon Sester), der Gott der Unterwelt mit einem bösartigen Lachen, wird angehimmelt von seiner Möchtegern-Freundin Blondie (Lea-Aurelia Gubela), die als Sängerin groß rauskommen möchte. Gemeinsam mit seiner treusten Anhängerin Chaos (Clara Köninger) schmiedet Hades finstere Pläne, um die gesamte Menschheit zu versklaven und zu vernichten. Chaos (Clara Köninger) befeuert derweil mit Hateful (Emma Seiter) und Love (Lilith Eigendorf) die hiesigen Bandenkriege in der Stadt; sie versuchen den Skateboard fahrenden Nigel (Max Benz) zu einer Straftat anzustacheln; er soll den Götterboten Hermes (Chris Jakob) ausschalten.
Auf der Erde angekommen merkt Zeus (David Kowalsky) zu seinem Schrecken, dass sich alles verändert hat. Die Luft ist schlecht und viele Kinder und Jugendliche üben untereinander Gewalt aus; ihre Eltern haben zu wenig Zeit, um sich darum zu kümmern. Bei ihrer Unterschlupfsuche landet Zeus (David Kowalsky) mit den anderen Göttern im Hotel zur goldenen Lok, wo sie der Hoteldirektor (Luke Eigendorf) fälschlicherweise für Obdachlose hält und ihnen zunächst kein Zimmer gibt. Nach einem göttlichen Donner ändert er seine Meinung schlagartig und sie erhalten die Präsidentensuite.
Während sich Zeus (David Kowalsky) sofort auf Frauenfang begibt, gerät Tochter Aphrodite (Sarah Burmester) in die listigen Hände von Hades (David Kowalsky) und Freundin Blondie (Lea-Aurelia Gubela). Götterbote Hermes (Chris Jakob) lässt sich inzwischen von Nigel (Max Benz) für ganz viel „Kohle“ das Skateboard fahren beibringen. Hades (Leon Sester) versucht nach und nach alle Götter in die Unterwelt zu locken, damit sie ihre Unsterblichkeit für immer verlieren. Zeus Ehefrau Hera (Katharina Arland) und die drei Sirenen (Lili Seiler, Mila Huber, Katja Schindler) reisen voller Sorge zur Erde, um das Schlimmste zu verhindern.
Nach einem spannenden Showdown zwischen Zeus (David Kowalsky) und Hades (Leon Sester), bei dem schließlich das Gute siegt und Hades endgültig in der Unterwelt verschwinden muss, gab es tosenden Applaus.
Rektor Bertram Walter lobte die Inszenierung als „Schauspielkunst auf sehr hohem Niveau, tolle Unterhaltung und ein niveauvolles Stück“ und bedankte sich herzlich bei allen Mitwirkenden, insbesondere bei Regisseur Mario Gräber und dem Förderverein der Schlossbergschule.


